zungenpiercing

Zungenpiercing

Alle nützlichen Informationen zum Zungenpiercing. Vom Stechen über die Heilung bis zur dauerhaften Pflege.

Der Zungenpiercing wird in die Zunge eingesetzt, nachdem zuvor ein Kanal durch diese durchgestochen wird. Das Piercing wird normalerweise mittig auf der Zunge platziert und besteht aus einem Stab mit Kugeln. Barbell genannt.

Zungenpiercing stechen

Generell gilt: Zungenpiercing lässt man nur beim professionellen Piercer stechen!

Das Piercing durch die Zung erfolgt in einer Sitzposition. Dies ermöglicht dem Piercer ein stabiles Arbeiten und schützt vor Stürzen durch Kreislaufprobleme. Bevor das Piercing eingesetzt werden kann, wird die Ein- und Ausstichstelle auf der Zunge markiert. Damit das funktioniert, fixiert der Piercer die Zunge mit einem Klemmwerkzeug (Klemmzange). Jetzt kann mit einem peripheren Venenkatheter der Stich platziert werden.

Oberste Vorsicht ist geboten, da keinesfalls das Zungenbändchen verletzt werden darf. Durch dieses ist die Zunge mit dem Unterkiefer verwachsen. Weiter ist bei der Position darauf zu achten die Zähne nicht zu verletzen. Wird das Piercing mittig durch die Zunge gestochen, muss es zwischen den beiden Zungenmuskeln eingesetzt werden.

Heilung und Pflege beim Zungenpiercing

Die ersten acht Tage kann es zu Schwellungen kommen. Es ist davon auszugehen, dass die Zunge bis zu 150% anschwillt. Also 1 ½ mal so groß wird wie gewöhnlich. Damit der Piercing-Schmuck in dieser Phase nicht der Spannung der Schwellung ausgesetzt ist, sollte ein Barbell mit Überlänge eingesetzt werden. Erst wenn die Schwellung abgeheilt ist, wird ein kürzerer Stab verwendet. Hierdurch werden auch Schäden an den Zähnen vermieden. Sehr schmerzhaft ist ein Zungenpiercing nicht.

Komplett abgeheilt ist ein Zungenpiercing oft nach drei bis fünf Wochen.

Die wichtigsten Punkte für eine gute Heilung beim neuen Zungenpiercing.

  • Kein Nikotin und kein Alkohol
  • Zunge immer gut kühlen
  • Reichlich Flüssigkeit wie Wasser oder Kräutertee (ohne Zucker) trinken
  • Mund gut mit Kamille oder Salbei spülen
  • Keine Milchprodukte essen / trinken
  • Keine scharfen, eiskalten oder heißen Nahrungsmittel aufnehmen
  • Keine säurehaltigen Lebensmittel
  • Anfangs nur Brei und Flüssignahrung aufnehmen
  • Keine Körperflüssigkeiten oral austauschen

Risiken beim Zungenpiercing

Kompliziert ist das Zungenpiercing auf jeden Fall. Daher ist es eines der größten Risiken, sich für den falschen Piercer zu entscheiden oder gar naiv selbst was zu probieren! Ist das Piercing sorgfältig gestochen, ist das nächste Risiko eine Infektion. Hier gilt aber wie bei allen Piercings: eine gute Pflege ist das A und O. Dann passiert auch nichts. Schwillt die Zunge wegen einer Entzündung jedoch zu stark an, kann es zu Erstickungsanfällen kommen. Über auftretende Infektionen, Ödeme, Schwellungen und ggf. Zahnfleischverletzungen sollte jeder gute Piercer vor der Behandlung informieren.

Titelbild: ID 142334720 – olly18, depositphotos.com

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